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Tsapaeva: Blockseminar: Mittelalterliche und frühneuzeitliche Handschriften erschließen

Organisation

Blockveranstaltungstermine:

1. Mittwoch, den 07.04.2026, 09:20 – 14:30 Uhr in W48/001/U
2. Dienstag, den 26.05.2026, 09:00 – 13:00 in SLUB/OSL 3
3. Mittwoch, den 27.05.2026, 09:00 – 13:00 in SLUB/OSL 3
4. Donnerstag, den 28.05.2026, 09:00 – 13:00 in SLUB/OSL 3
5. Freitag, den 29.05.2026, 09:00 – 13:00 in SLUB/OSL 2

Inhalt

Die Kenntnis der besonderen Gegebenheiten von Handschriften und alten Drucken spielt für viele Fachbereiche eine Rolle, schließlich kann man sich in der Forschung nicht immer auf Editionen stützen. Innerhalb der Germanistik sind Handschriften, Handschriftenfragmente und alte Drucke vor allem für die germanistische und niederdeutsche Mediävistik von Belang. Auch für angehende Mittelalterhistoriker:innen bietet es sich an, sich mit Paläographie und Handschriftenkunde zu beschäftigen, denn diese gewähren den nächstmöglichen Zugang zu den Forschungsobjekten des Mittelalters. Das Seminar will Grundlagenkenntnisse in den Bereichen Handschriften und frühes gedrucktes Buch für Germanist:innen vermitteln und so zur wissenschaftlichen Arbeit mit diesen Materialien sowie den einschlägigen Hilfsmitteln hinführen. Ziel des Seminars ist es, die Studierenden dazu zu befähigen, selbstständig mittelalterliche Handschriften lesen und unter philologischen Aspekten beschreiben zu können. Dazu werden im Seminar folgende Themenbereiche behandelt: Schrift und Schriftgeschichte, Schrifttypen und ihre historische Einordnung, verschiedene Notationssysteme und die wichtigsten Gebiete der Kodikologie (Beschreibstoffe, Handschriftenformen und -formate, Lagen, Bindungen, Seitengestaltung, Schreiberzusätze, Buchschmuck, Wasserzeichen, Findehilfen, Einbände und Provenienzbestimmung). Durch den Kontakt mit handschriftlichen Überlieferungszeugnissen werden die Besonderheiten der Überlieferungsgeschichte mittelalterlicher Literatur ebenso erfahrbar wie die spezifischen Anforderungen an die Editionsphilologie. Das Material (Kopien aus deutschsprachigen Handschriften des Mittelalters) wird bereitgestellt.

Leistungsanforderungen: Übernahme eines Kurzreferates zu ausgewählten handschriftenkundlichen und angrenzenden Themengebieten, begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der gemeinsamen Lektüre von Faksimiles ausgewählter deutscher Texte und Textauszüge vom 8. bis zum 15.-16. Jahrhundert. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.

Literatur: Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.

Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung (1. Block) unentschuldigt versäumen, werden am Ende derselben Woche von der Veranstaltung abgemeldet.

 

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