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Zhang: Was passiert, wenn pädagogische Konstruktionsgrammatik auf KI trifft?

Organisation

Zeit: Mittwoch, 2. DS (09:20 – 10:50 Uhr)
Raum: ABS/1-01/U
Beginn: 15.04.2026

Inhalt

Künstliche Intelligenz (KI) verändert aktuell grundlegend, wie Sprache gelernt, gelehrt und analysiert wird. Gleichzeitig gewinnt die pädagogische Konstruktionsgrammatik als gebrauchsbasiertes, bedeutungs- und kontextorientiertes Sprachmodell zunehmend an Bedeutung in der Sprachdidaktik. Dieses Seminar bringt beide Entwicklungen zusammen und fragt: Was passiert, wenn konstruktionsgrammatische Sprachtheorie auf KI-gestützte Systeme trifft? Im Zentrum des Seminars stehen zentrale Konzepte der Konstruktionsgrammatik (z. B. Form-Bedeutungs-Paare, Usage-based Learning, Frequenz, Schematizität, Konstruktionen als didaktische Einheiten) und ihre Relevanz für den Sprachunterricht. Darauf aufbauend wird untersucht, wie KI-Tools (z. B. Sprachmodelle, Chatbots, automatische Textgeneratoren oder Analysewerkzeuge) sprachliche Muster erkennen, reproduzieren und didaktisch nutzbar machen – und wo ihre Grenzen liegen.

Die Studierenden setzen sich kritisch mit Fragen auseinander wie:

• Inwiefern „verstehen“ KI-Systeme sprachliche Konstruktionen?

• Welche Chancen bieten KI-Tools für konstruktionsbasiertes Lehren und Lernen?

• Welche Risiken, Verzerrungen oder didaktischen Vereinfachungen entstehen?

• Wie verändern KI-generierte Beispiele, Übungen oder Erklärungen unser Verständnis von Sprachkompetenz?

Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Analysen und kleinen Projektarbeiten. Ziel ist es, ein reflektiertes, kritisch-informiertes Verständnis von KI im Kontext moderner Sprachdidaktik zu entwickeln und konstruktionsgrammatische Prinzipien bewusst auf digitale Lern- und Lehrszenarien anzuwenden.

 

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