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Veletić: Kontaktlinguistik

Kontaktlinguistik
Seminar im 2. Studienjahr
Sebastian Veletić

Montag, 4. DS / ABS/2-06/U

Hinweise zu den Einschreibefristen finden Sie unter „Aktuelles“ auf der Homepage der Professur oder direkt unter http://bit.ly/GLS_Anmeldung.

Seit jeher stehen Sprachen und Varietäten in engem Kontakt zueinander und beeinflussen sich wechselseitig, doch insbesondere in der heutigen globalisierten und multikulturellen Gesellschaft manifestiert sich sowohl bei einzelnen Individuen als auch zwischen sozialen Gruppen und Sprachgemeinschaften ein intensiver Sprachkontakt, sodass die Kontaktlinguistik zu einer bedeutsamen linguistischen Disziplin herangewachsen ist. Entgegen der landläufigen Meinung, dass Mehrsprachigkeit ein Sonderfall ist, setzt sich aus kontaktlinguistischer Perspektive die Auffassung durch, dass Mehrsprachigkeit weltweit eher die Regel als die Ausnahme ist, denn jeder gebraucht in seinem Alltag verschiedene Sprachen bzw. Varietäten und kann somit als mehrsprachig gelten.

Ziel des Seminars ist es, Aspekte der individuellen und gesellschaftlichen Mehrsprachigkeit und des Sprachkontakts aus spracherwerbstheoretischer sowie aus sozio-, variations-, psycho- und neurolinguistischer Perspektive in den Blick zu nehmen. Das Seminar gibt zunächst einen Einblick in die Methoden und zentralen Begriffe der Kontaktlinguistik und befasst sich anschließend u. a. mit den Mehrsprachigkeitstypen, dem Erwerb und Verlust von Sprachen, mit der öffentlichen Sichtbarkeit von Mehrsprachigkeit (linguistic landscapes) sowie mit der Frage, wie mehrere Sprachen kognitiv repräsentiert sind. Im weiteren Verlauf werden wir uns am Beispiel des Deutschen mit unterschiedlichen Ausprägungen des Sprachkontakts (z. B. Kiezdeutsch) sowie mit den Formen mehrsprachigen Sprechens (z. B. Code-Switching) befassen.

 

Vorbereitende Lektüre:

Riehl, Claudia Maria (2014): Sprachkontaktforschung. Eine Einführung. 3. Aufl. Tübingen: Narr.

 

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