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Lasch: Diskurssemantik: Sprache und Ideologie

Diskurssemantik: Sprache und Ideologie
Vorlesung + Arbeitskreis
Prof. Dr. Alexander Lasch
Freitag, 3. DS / ABS/E08/H

Hinweise zu den Einschreibefristen finden Sie unter „Aktuelles“ auf der Homepage der Professur oder direkt unter http://bit.ly/GLS_Anmeldung.

Kommentar:

Wie kann man sich den Themen „Ideologie und Macht“ aus diskurslinguistischer Perspektive nähern? Das Thema ist heute wieder besonders relevant, da das brüchige Gleichgewicht in der Weltpolitik entweder leichtfertig verspielt wird oder, so die andere Lesart, einer Logik ideologischen Wettstreits zum Opfer fällt. Vordenker·innen und Linguist·innen, die mit dem Thema auf besondere Weise assoziiert werden, sind, stellvertretend, schnell ausgemacht: Marx, Klemperer, Foucault, Ahrendt, Chomsky, Lakoff – sie explizierten deutlich ihre Haltung gegenüber Ideologien und mach(t)en keinen Hehl daraus, wie skeptisch sie Mächtigen gegenüber standen und stehen. In der Vorlesung werde ich mich dem Thema aus einer vermutlich nicht besonders naheliegenden Richtung nähern – der Religion mit ihren kommunikativen Achsen Verkündigung, Verehrung und Vergegenwärtigung.
Im Fokus werden zentrale Texte, Kommunikationsbräuche und Riten stehen, die für Ideologien und ideologisch geprägte Gemeinschaften zentral sind: (Zehn) Gebote, (Glaubens-)Bekenntnisse, (Initiations- und Schwellen-)Riten zur Inklusion und Exklusion (inkl. dem Umgang mit Andersdenkenden), (Gebete und) Lieder, (Predigten bzw.) programmatische Reden, (Exegese bzw.) Rezeption, ideologisch motivierte Eigengeschichten, Text-Bildprogramme sowie Reflexion über Architektur und bildende Kunst.

 

Zur begleitenden Lektüre wird empfohlen:

Thomas Nier (2014): Einführung in die linguistische Diskursanalyse. Darmstadt.

 

 

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